Überall und digital

 

Das Smartphone ist heute allgegenwärtig und hat großen Einfluss darauf, wie wir unseren Alltag erleben und gestalten. Es hat sich für viele Menschen zu einer unverzichtbaren Steuerzentrale entwickelt, die das Denken, Handeln und das Kommunikationsverhalten beeinflusst. Telefonieren und Nachrichten schreiben sind nur noch Grundfunktionen. Das Smartphone dient darüber hinaus verstärkt als Informationsquelle und Multimedia-Player für unterwegs. Tagesaktuelle Meldungen zu lesen oder Serien, Filme und Musik zu streamen ist dank des digitalen Alleskönners jederzeit und überall möglich.

Ein Großteil der Smartphone-Nutzer:innen kann sich ein Leben ohne Smartphone deshalb kaum vorstellen. Das digitale Angebot zu nutzen ist zu verlockend. Wie ist das bei Ihnen? Wozu nutzen Sie Ihr Smartphone und können Sie sich vorstellen, es einen ganzen Tag auszuschalten?

In diesem Teil unserer Ausstellung können Sie mitmachen! Unterstützen Sie uns bei der Sammlungsarbeit und reflektieren Sie nebenbei über Ihr Verhältnis zu Ihrem Smartphone. 

Die Bedeutsamkeit des Smartphones

Das Smartphone spielt im Alltag zunehmend eine größere Rolle. 89 Prozent der Deutschen unterschiedlicher Altersgruppen besitzen aktuell ein Smartphone. Telefoniert wird aber immer weniger. Stattdessen steigt die Bedeutung von Messenger-Apps, Online-Nachrichten, E-Mail und den sozialen Netzwerken.

Wie ist das bei Ihnen? Wozu nutzen Sie Ihr Smartphone? Wir sind auf Ihre Antworten gespannt!
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Kein Smartphone ohne Apps

Apps haben die Smartphone-Nutzung nachhaltig verändert. Grundlage ihres Erfolgs war das neuartige Betriebssystem des iPhones, das 2007 auf den Markt kam. Damit konnten die vorinstallierten Funktionen erstmals umfangreich durch kleine und kostengünstige Programme – sogenannte Applications – individuell erweitert werden. Kurz darauf öffnete 2008 der App Store seine virtuellen Türen. Wenige Monate später folgte der Android Market.

Aktuell können im App Store von Apple rund 2 Millionen Apps heruntergeladen werden. Der Android Market heißt heute Google Play Store und umfasst annähernd 3 Millionen Apps. Die virtuellen Läden machen das Smartphone wahlweise zum Einkaufshelfer, Streaming-Portal, zu einer Wasserwaage oder zum Kerzenlöscher und erweitern seinen Funktionsumfang durch viele weitere mehr oder weniger nützliche Funktionen.

Was es nicht alles gibt!

Voll krass!  Gerade habe ich mit meinem iPhone eine Kerze ausgepustet! Ist das nicht verrückt?

Selbst dafür gibt es mittlerweile eine App!

Ja, das ist richtig App-gefahren!

Ich habe auch eine verrückte Funktion entdeckt und mein Smartphone zur Wasserwaage gemacht. Bilder aufhängen klappt voll gut damit.

Ich war so begeistert, dass ich mir gleich den ganzen Werkzeugkasten mit Dezibelmesser, Metalldetektor, Winkelmesser und Messschieber heruntergeladen habe.

Wow!   Das ist megapraktisch! 

Aber brauchst du denn das ganze Zeug auch?

Nein.  Aber schaden tut’s auch nicht. 

Außerdem wiegt es ja nix und ist meistens kostenlos.

Das dachte ich auch immer.

Solange zumindest, bis mein Handy total zugemüllt war und ich die wichtigen Apps gar nicht mehr gefunden habe.

Ja, das passiert mir auch. Ich lösch dann halt öfter mal die App-Leichen.

Aufräumen ist ja nie verkehrt…  

Schade, dass es keine App zum App-Aufräumen gibt. 

Oder etwa doch????

Nee, leider nicht.  Aber es kann sonst fast alles. Auf jeden Fall, mehr als man denkt. 

Guck dir mal dieses lustige Video in der 3Sat-Mediathek an: https://www.3sat.de/wissen/nano/ein-smartphone-kann-fast-alles-100.html

Hehehe.  Geil! Den Lautsprecher werde ich mir bauen.

Und ich die VR-Brille.

Zeig mal!

    Wie sieht es auf Ihrem Homescreen aus? Gibt es da auch Apps, die Sie nie brauchen? Schicken Sie uns einen Screenshot für unsere Sammlung – und erzählen Sie uns von Ihren App-Erlebnissen. (max. 1000 Zeichen)

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    “Mein Smartphone und ich sind die beste Freunde.”

    Clara (17) 

    “Mein Smartphone ist ein Teil von mir.”

    Stephan (16) 

    “Smartphones bedeuten Anschluss ans Leben.”

    Dorothea (43) 

    Fluch oder Segen?

    Beherrschen wir noch das Smartphone oder beherrscht es längst uns? Forscher:innen fanden heraus, dass durchschnittlich bis zu 88 Mal am Tag auf das Smartphone geschaut wird. Alle 18 Minuten fällt der Blick auf das Display, um nach der Uhrzeit zu schauen, zu surfen oder Nachrichten zu schreiben. Medien informieren regelmäßig über neue Studien zu negativen Folgen hoher Nutzungs- und Bildschirmzeiten.

    Häufig ist auch von  „Smartphone-Sucht“ die Rede, weil alle immerfort auf ihr Smartphone schauen oder nervös werden, wenn es einmal nicht griffbereit ist. Für einen Großteil der Nutzer:innen überwiegen jedoch die Vorteile. Durch die kluge Nutzung der „klugen“ Mobiltelefone ergibt sich für sie eine Vielfalt an Möglichkeiten und Erleichterungen. 

    „Smartphone-Nutzung verändert Knochen“ (mdr.de) Jetzt Lesen

    „Wenn der Griff zum Handy süchtig macht“ (Saarbrücker Zeitung) Jetzt Lesen

    „Ständig online: Wie verändert uns das Smartphone?“ (Tagesspiegel) Jetzt Lesen

    „Phone sapiens“ (Zeit.de) Jetzt Lesen

    „Macht uns das Smartphone krank? (Merkur.de)“ Jetzt Lesen

    Digitales Gleichgewicht 

    Wenn das Smartphone eine zu große Rolle spielt, kann es zum digitalen Burnout kommen. Psychologen und Informatiker der Universität Bonn haben deshalb eine App entwickelt, die das eigene Nutzungsverhalten analysiert und prüft. Über diesen Link erfahren Sie mehr über die Android-App Menthal Balance.

     

    “Das Smartphone ist nicht mehr wegzudenken. Ein Verlust wäre wie eine geistige Amputation!”

    Marion (76)

    Armbanduhr statt Gefängnis

    Ich bin gerade richtig erschrocken!   Ich habe 4 Stunden Bildschirmzeit am Tag! 

    4 Stunden!!!

    Geht mir auch so…

    Laut der FAZ liegt die durchschnittliche Bildschirmzeit bei 3,7 Stunden am Tag.

    Wir sind also nicht smartphonesüchtig.

    Naja, eine Telefonica-Studie von 2020 hat einen Durchschnitt von 2,1 Stunden ermittelt. 

    Da liegen wir dann um das Doppelte drüber.  

    Ja, aber meine 4 Stunden sind ja nicht unproduktiv. Ich arbeite ja auch viel mit meinem Smartphone. 

    Ich habe auch oft das Gefühl, dass die Presse dauernd negativ über Smartphones berichtet. So in die Richtung: Smartphones sind ein Fluch.  

    Mag sein, aber trotzdem. So viele Stunden auf das Display gucken kann nicht gut sein. 

    Es gibt ja auch Leute, die jeden Tag 6 Stunden und mehr am Smartphone hängen!

    Ja! Das sind die „Smombies“, die gar nichts mehr von der Welt mitkriegen.

    Auch beim Autofahren ist das echt gefährlich. 

    Die Welt hat berichtet, dass es mehr Unfalltote durch Smartphones gibt als durch Alkohol am Steuer

    Echt heftig! Aber schuld daran sind ja nicht die Smartphones! Das Problem sitzt immer vor dem Computer…

    Für mich hat das Smartphone vor allem positive Seiten. Man kann sich mit Freunden austauschen und sich immer informieren.

    So denke ich auch. Ich nutze meins z.B. auch als Navi. Darauf könnte ich absolut nicht verzichten. 

    Trotzdem möchte ich aber in Zukunft ein bisschen kürzer treten und z.B. auch mal ohne das Smartphone aus dem Haus gehen.

    Eine Freundin hat sich dafür ein Handy-Gefängnis gekauft. Beim Spieleabend mussten wir alle unsere Geräte einsperren. Das war lustig!

    Hahaha. Aber das finde ich schon etwas extrem.

    Fang den Digital Detox doch mit einer Armbanduhr an. Dann schaust du nicht ständig auf das Smartphone und wirst von Nachrichten abgelenkt.

    Anscheinend schauen wir ja 88 Mal am Tag aufs Smartphone.

    Das glaube ich sofort! Deshalb will ich mir für zu Hause eine „Smartphone-Garage“ basteln.

    Wenn ich daheim bin, mache ich es lautlos und lege es da rein. Dann lenkt es mich nicht ständig ab und ich nehme es nur in die Hand, wenn ich es selber will. 

    Klingt nach einem Plan! 

    Mal sehen, wie lange du das Detoxen durchhältst.  

    Mach dich ruhig lustig, ich zieh das durch!

    Aktiv gegensteuern

    Mobiltelefon Nokia 3310, 2017 

    Mobiltelefon Nokia 2720 Flip, 2019 

    Mobiltelefon Mini Phone Bm70, L8STAR, 2018 

    Bewusst gegen ständige Erreichbarkeit und Funktionenvielfalt! Einige Smartphone-Nutzer:innen sehnen sich nach der Ruhe zurück und greifen deshalb anstelle des Smartphones lieber zum Dumbphone. Nur mit den nötigsten Funktionen ausgestattet, werden auch Handy-Klassiker mittlerweile neu aufgelegt.

    Erzähl mal!

      Könnten Sie auf Ihr Smartphone verzichten und stattdessen ein Dumbphone verwenden? Oder haben Sie vielleicht sogar noch nie ein Smartphone besessen? Erzählen Sie uns Ihre Nicht-Smart-Story! (max. 1000 Zeichen)

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      “Es ist wie ein Sog. Ich schaue dauernd aufs Smartphone und prüfe, ob ich eine neue Nachricht habe.”

      Ben (16)    

      “Wenn ich eine Nachricht bekomme, weiß ich, dass jemand an mich denkt.”

      Emma (15) 

      “Während Corona habe ich das Telefonieren wiederentdeckt. Ein Telefongespräch gibt mir viel mehr das Gefühl von Nähe als eine Nachricht”

      Katharina (26)

      Komm, wir kommunizieren!

      Schreiben statt telefonieren! Durch das Smartphone hat sich das Kommunikationsverhalten stark verändert. Es bietet zum einen die Möglichkeit, schnell mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und verbindet Freunde und Fremde miteinander. Zum anderen hat sich die Art der Nachrichten erweitert. Vor allem die SMS erhielt im letzten Jahrzehnt Konkurrenz, denn eine ganze Reihe meist kostenloser Messenger-Apps können ebenso Textnachrichten verschicken und zusätzlich auch Videos, Bilder und Sprachnachrichten versenden.

      In Deutschland nutzen die meisten den Messenger-Dienst WhatsApp. Mit einigem Abstand folgt dann der Facebook-Messenger auf Platz zwei. Immer häufiger werden Apps auch beruflich und nicht mehr ausschließlich privat genutzt.

      Eine App ist nicht genug

      Verschiedene Messenger-Dienste parallel zu nutzen, ist keine Seltenheit und kann zu einem wahren Messenger-Dschungel auf dem Smartphone führen. Viele nutzen unterschiedliche Apps, um mit unterschiedlichen Menschen oder Gruppen in Kontakt zu bleiben, aber auch der Wunsch nach mehr Datenschutz spielt eine wichtige Rolle. 

       

      Erzähl mal!

        Wie viele verschiedene Messenger-Apps nutzen Sie und was ist der Grund dafür? Wir interessieren uns für Ihre Erfahrungen.

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        Textnachrichten führen zu Missverständnissen, die in einem persönlichen Gespräch nicht passieren.

        Martin (36) 

        Digitale Emotionen 

        Emojis helfen, in Textnachrichten Gefühle zu transportieren und Stimmungen auszudrücken. Neben vielen Varianten des Smileys bieten die Messenger-Apps auch zahlreiche Symbole an, mit denen sich sogar ganze Nachrichten in digitale Hieroglyphen übersetzen lassen. 

        Zeig mal! 

          Wie bunt sind Ihre Nachrichten? Nutzen Sie viele Emojis und Symbole? Oder haben auch Sie Nachrichten erhalten und versandt, die ausschließlich aus Emojis bestanden? Machen Sie einen Screenshot und schicken Sie uns einen Nachrichtenausschnitt für unsere Sammlung!

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          Verfalschbessert

          Die automatische Textkorrektur ist praktisch. Lange Nachrichten lassen sich mit ihrer Hilfe in kürzester Zeit verfassen. Aber Achtung: Nicht selten passieren Fehler, die zu Verwirrung führen – und schon so manchen in Erklärungsnot gebracht haben.

          Zeig mal! 

            Waren auch Sie schon in einem Autokorrektur-Unfall verwickelt? Schicken Sie uns hier einen Screenshot der Nachricht für unsere Sammlung zu!

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            Einfach mal Abschalten!

            Sie wollen mal so richtig abschalten und der täglichen Nachrichtenflut entfliehen? Dann nehmen Sie doch an unserer Smartivity teil und schalten Sie Ihr Smartphone für 24 Stunden aus. 

            Schicken Sie uns dann bitte einen Screenshot Ihres Homebildschirms zu, wenn Sie Ihr Gerät wieder einschalten. Wir sind gespannt wie viele Nachrichten, E-Mails und Telefonanrufe an einem einzigen Tag bei Ihnen eingegangen sind. Die eingereichten Screenshots werden dann in unseren Sammlungsbereich Digitale Kultur aufgenommen. 

              Ein Tipp für den Screenshot: Verschieben Sie für den Screenshot am besten die entsprechenden Apps, damit sie alle nebeneinander und auf einem Homescreen stehen. Hier können Sie Ihren Screenshot dann hochladen. Wir danken im Voraus für Ihre Teilnahme.

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              Sag mal!

              Vielleicht schleicht sich bei Ihnen während der digitalen Fastenkur das befremdliche Gefühl ein, etwas Wichtiges zu verpassen. Das wäre gut, denn die Smartivity soll auch zur Reflexion über die emotionale Verbindung zu Ihrem Smartphone anregen.

              Welche Gefühle hatten Sie an Ihrem smartphonefreien Tag? Lassen Sie es uns wissen und nehmen Sie an unserer kurzen Umfrage teil.
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              Erzähl mal!  

                Haben sich die Gefühle im Laufe des Tages verändert? Wir freuen uns, von Ihnen zu erfahren, was Sie durch die Übung über sich und Ihr Verhältnis zum Smartphone bemerkt haben. (max. 1000 Zeichen)

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